Wie Logen arbeiten
Der Raum, die Beamten, die Versammlung und das Mahl.
Eine Loge ist eine kleine selbstverwaltete Republik. Ihre Bürger sind die Mitglieder; ihr jährliches Oberhaupt ist der Meister vom Stuhl im Osten, gestützt von zwei Aufsehern, mit Diakonen zum Führen, einem Schriftführer und einem Schatzmeister zum Verwalten, einem Almosenier zur Wacht über die Bedürftigen und einem Türhüter, der die Tür bewacht.
Eine Versammlung hat zwei Bewegungen: die Geschäfte (Protokolle, Abrechnungen, Wahlen, Wohltätigkeit) und die Zeremonie (Eröffnung in gebührender Form, Erteilen eines Grades, ein Vortrag). Dann kommt die Tafelloge — Mahl, Trinksprüche und Lieder, wo das wahre Schweißen der Freundschaft geschieht. Die Ämter wechseln jährlich, sodass die Loge beständig ihre eigene künftige Führung ausbildet.
Alles wird verzeichnet; die Protokollbücher der Logen gehören zu den am besten gehüteten bürgerlichen Aufzeichnungen der Geschichte — manche in Schottland ununterbrochen seit den 1590er Jahren.
Zur Vertiefung: Freimaurerische Traditionen — Logenleben, Versammlungen, Umgangsformen.