Freimaurerei rund um die Welt
Eine Familie, viele Riten — eine kurze Weltreise.
Das Handwerk ist weltweit, doch nicht einförmig. England gab das verfassungsmäßige Vorbild und die Emulation-Arbeit; Schottland die ältesten Aufzeichnungen und eine ungestüme örtliche Vielfalt; Irland die reisenden Patente, die die Welt besäten. Frankreich ließ die großen philosophischen Riten wachsen; Deutschland die nüchterne Schröder-Arbeit und die christliche Überlieferung der Großen Landesloge; Skandinavien den einheitlichen Schwedischen Ritus. Die Amerikas errichteten die York- und Schottischen Ritus-Systeme und die gewaltige brüderliche Kultur, die unsere Enzyklopädie beurkundet; die Prince-Hall-Freimaurerei trägt ihre eigene stolze Abstammung seit 1775.
Und die Karte heilt beständig weiter: überall, wo einst die Diktatur die Logen schloss — Iberien, Italien, Deutschland, Osteuropa, die Ukraine —, ist das Handwerk mit der Freiheit zurückgekehrt, oft neu geweiht aus Ritualen, die in Archiven wie diesem bewahrt wurden.
Die Anerkennung zwischen den Großlogen ist die Diplomatie der Familie: Gerichtsbarkeiten erkennen einander als regulär an, wenn sie die gemeinsamen Grundfesten wahren. Unterschiede des Ritus sind keine Spaltungen des Wesens — ein in Kiew erhobener Freimaurer ist in Lissabon zu Hause.
Zur Vertiefung: Freimaurerei in Europa — zwölf Länder überblickt.