Ursprünge der Maurerei
Von Kathedralbauern zu einer sittlichen Bruderschaft.
Das Handwerk begann auf wirklichem Baugerüst. Mittelalterliche Steinmetzen, in Bauhüttenlogen organisiert, entwickelten Regeln, Legenden und Erkennungszeichen — ihr ältestes Dokument, das Regius-Gedicht, ist über sechs Jahrhunderte alt. Vom 17. Jahrhundert an wurden Herren, die nie Stein behauen hatten, um der Gemeinschaft und der Symbolik willen in die Logen „angenommen“; bis 1717 hatten vier Londoner Logen die erste Großloge gebildet, und die moderne, spekulative Freimaurerei war geboren.
Das 18. Jahrhundert trug sie überallhin — Paris und Wien, Boston und Kalkutta — und sammelte unterwegs die Ideale der Aufklärung: das Treffen auf gleicher Ebene, die Toleranz zwischen den Glaubensrichtungen, die als Pflicht organisierte Wohltätigkeit. Reiche verboten sie; sie überlebte sie.
Ein Satz zum Behalten: Die Werkzeuge blieben, die Steine wurden zu Menschen.
Zur Vertiefung: Geschichte der Freimaurerei · Zeitleiste.