Historische Sammlungen
Drei Jahrhunderte freimaurerischer Musik: die Begründer des 18. Jahrhunderts, die Liederbücher des 19. und die modernen Werke.
18. Jahrhundert
Das erste musikalische Jahrhundert des Handwerks ist sein größtes. Wiener Logen hörten Mozarts freimaurerische Lieder und Kantaten — Musik, die als Ritual geschrieben war, nicht bloß dafür — und Haydns Logenmusik; London und Paris brachten die ersten gedruckten Sammlungen von Logenoden und Rundgesängen hervor. Ein Großteil unseres Streaming-Repertoires reicht bis zu diesem Kern zurück: Mozarts K.483 eröffnet unsere Folge zum Einzug der Beamten, Händels Wassermusik und Feuerwerksmusik verleihen den Aufzügen ihre Würde.
19. Jahrhundert
Das 19. Jahrhundert war das Zeitalter des Logenliederbuchs: Jede Großloge gab ihr eigenes heraus, harmonisiert für die Brüder um ein Klavier, mit Oden für jede Zeremonie und Trinksprüchen für jeden Gang. Orgelvorspiele hielten Einzug in den Tempel, als die Gebäude prächtiger wurden. Die Zeitschriften auf unserem Zeitschriftenregal verzeichnen diese Kultur Ausgabe für Ausgabe.
Moderne Werke
Das 20. Jahrhundert brachte Sibelius’ Musique religieuse (Op. 113) — den vollständigsten modernen rituellen Zyklus — und einen anhaltenden Strom von Logenkomponisten. Die heutige Übung, wie sie sich in unserer eigenen Sammlung widerspiegelt, verbindet das ererbte Repertoire mit der großen Konzertliteratur, Satz für Satz gewählt, um zu jedem zeremoniellen Augenblick zu passen: Beethoven für einen Auszug, Strauss für einen Einzug, wie unsere Einsatzfolgen zeigen.